Eine Krebserkrankung kann das Leben betroffener Männer und Frauen von jetzt auf gleich auf unvorstellbare Weise verändern und tiefgreifende Unsicherheit schüren. In die beträchtliche Angst vor Schmerzen, Therapien, Nebenwirkungen, körperlichen Langzeitfolgen und dem Tod mischt sich meist auch die Sorge, dass lang gehegte Lebenspläne aufgrund der Erkrankung nicht erfüllt werden können. Patientinnen und Patienten mit Kinderwunsch stehen beispielsweise vor der Frage, ob sie sich den Traum vom eigenen Baby nach der Behandlung noch erfüllen können. Wie die Reproduktionsmedizin in dieser Situation helfen kann, erfahren Sie in den folgenden Ausführungen.

Noch bevor die Entscheidung für oder gegen eine künstliche Befruchtung fallen kann, müssen interessierte Patientinnen und Patienten eine nicht zu unterschätzende Hürde meistern: Die Auswahl des richtigen Kinderwunschzentrums. Wer sich über die Reproduktionsmedizin informiert und nach potenziellen Anlaufstellen sucht, wird auf zahlreiche Experten und Einrichtungen stoßen, die auf Kinderwunschbehandlungen spezialisiert sind. Paare und Singles mit unerfülltem Babywunsch haben somit die Qual der Wahl. Doch wie kann es gelingen, das richtige Kinderwunschzentrum zu finden? Welche Faktoren in die Entscheidungsfindung einbezogen werden sollten, haben wir im Folgenden für Sie zusammengefasst.

Bevor eine Kinderwunschbehandlung beginnen kann, muss zunächst abgeklärt werden, welche Ursachen für eine ungewollte Kinderlosigkeit vorliegen. Nur wenn feststeht, weshalb die Fruchtbarkeit einer Patientin oder eines Patienten eingeschränkt ist, kann ein geeigneter, individueller Behandlungsplan erarbeitet werden. Außerdem muss untersucht werden, ob eine Kinderwunschbehandlung im jeweiligen Fall überhaupt Sinn macht und Aussicht auf Erfolg besteht.  Für die betroffenen Paare ist dieser Schritt auch in persönlicher Hinsicht wichtig. Schließlich erhalten sie durch die Untersuchung Gewissheit über die Gründe, die für das Ausbleiben einer gewünschten Schwangerschaft verantwortlich sind. Um zu überprüfen, inwiefern die Fruchtbarkeit eingeschränkt ist, stehen Reproduktionsmedizinern verschiedene Verfahren und Fruchtbarkeitstests zur Verfügung.

Professor Dr. Wolfgang Küpker, ärztlicher Direktor des Kinderwunsch- und Endometriosezentrums IVF Baden-Baden, setzt sich seit rund 30 Jahren dafür ein, das Bewusstsein für die Unterleibserkrankung Endometriose zu schärfen. Im Interview mit unserer Blogredaktion spricht er unter anderem über Ursachen, Symptome und Therapiemöglichkeiten für Endometriosepatientinnen mit und ohne Kinderwunsch.

Unfruchtbarkeit katapultiert betroffene Paare geradewegs auf eine Achterbahn der Gefühle: An einem Tag schöpfen sie Hoffnung, am nächsten quälen sie sich mit Schuld- und Schamgefühlen, Wut, Machtlosigkeit und Ungewissheit. Immer wieder fragen sie sich in dieser aufgewühlten Situation, weshalb der langgehegte Herzenswunsch für sie nicht in Erfüllung gehen will, obwohl andere scheinbar problemlos schwanger werden.

Wenn der Schwangerschaftstest nach unzähligen vergeblichen Versuchen erneut negativ ausfällt, stehen betroffene Paare vor der Frage, warum ihr Kinderwunsch einfach nicht in Erfüllung gehen will. Die Suche nach der Antwort erweist sich jedoch oftmals als schwieriges Unterfangen, da die Ursachen für eine ausbleibende Schwangerschaft vielfältig sein können. Beide Partner müssen sich dann mit dem Gedanken auseinandersetzen, dass eine Fruchtbarkeitsstörung vorliegt.
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