Fruchtbarkeitstests ungewollte Kinderlosigkeit

Fruchtbarkeitstests: So lassen sich die Ursachen von ungewollter Kinderlosigkeit ermitteln

Bevor eine Kinderwunschbehandlung beginnen kann, muss zunächst abgeklärt werden, welche Ursachen für eine ungewollte Kinderlosigkeit vorliegen. Nur wenn feststeht, weshalb die Fruchtbarkeit einer Patientin oder eines Patienten eingeschränkt ist, kann ein geeigneter, individueller Behandlungsplan erarbeitet werden. Außerdem muss untersucht werden, ob eine Kinderwunschbehandlung im jeweiligen Fall überhaupt Sinn macht und Aussicht auf Erfolg besteht.  Für die betroffenen Paare ist dieser Schritt auch in persönlicher Hinsicht wichtig. Schließlich erhalten sie durch die Untersuchung Gewissheit über die Gründe, die für das Ausbleiben einer gewünschten Schwangerschaft verantwortlich sind.

Um zu überprüfen, inwiefern die Fruchtbarkeit eingeschränkt ist, stehen Reproduktionsmedizinern verschiedene Verfahren und Fruchtbarkeitstests zur Verfügung.

Ausführliche Anamnese

Im IVF Baden-Baden beginnt die Untersuchung stets mit einem ausführlichen Beratungsgespräch. Dabei werden die aktuelle Situation und die Krankengeschichte der jeweiligen Patientin oder des jeweiligen Patienten näher beleuchtet. Ein wichtiges Merkmal ist beispielsweise das Alter, da die Fruchtbarkeit im Laufe der Zeit immer weiter abnimmt. Ereignisse wie Fehlgeburten, frühere Implantationsfehler oder unregelmäßige Zyklen geben ebenfalls wichtige Hinweise auf die Ursache einer ungewollten Kinderlosigkeit.

Bestimmung der Eizellreserve  

Zur Untersuchung gehört zudem die Bestimmung der Eizellreserve. Bereits bei ihrer Geburt verfügt eine Frau über eine bestimmte Anzahl von Eizellen. Im geschlechtsreifen Alter verliert sie dann mit jeder Menstruation circa 1.000 Eizellen. Ab dem 35. Lebensjahr wird dieser Prozess deutlich beschleunigt.

Um Aussagen über die Eizellreserve treffen zu können, nehmen die Ärzte der Patientin Blut ab und messen die Konzentration des Anti-Müller-Hormons (AMH). Es wird in den Eierstöcken gebildet und beeinflusst die Entwicklung der Follikel (Eibläschen), in denen im Idealfall gesunde Eizellen heranreifen, die nach dem Eisprung von einem Spermium befruchtet werden können. Ein hoher AMH-Wert deutet daher auf eine große Eizellreserve hin. Zudem wird ein Ultraschall (transvaginaler Ultraschall) durchgeführt, bei dem die sogenannten Antralfollikel, aus denen sich die Eibläschen entwickeln, gezählt werden.

Analyse der Spermienqualität

Parallel dazu gibt der Mann eine Spermaprobe ab. Unsere Spezialisten können dann mithilfe eines Spermiogramms die Qualität des Spermas analysieren.

Anhand der Informationen, die bei diesen Voruntersuchungen gesammelt werden, können die Spezialisten des IVF Baden-Baden feststellen, ob eine eingeschränkte Fruchtbarkeit vorliegt, und eine verlässliche Prognose erstellen.

Weitere Untersuchungen nach Implantationsfehlern

Unter Umständen können nach der Anamnese weitere Untersuchungen notwendig sein. Wenn das Paar zum Beispiel bereits eine Kinderwunschbehandlung hinter sich hat, bei der Implantationsfehler aufgetreten sind, sollte eine Untersuchung der Gebärmutter folgen. Dafür kann eine Hysteroskopie durchgeführt werden. Hierbei handelt es sich um einen ambulanten Eingriff, bei dem ein Endoskop durch die Scheide in die Gebärmutterhöhle eingeführt wird und dem Arzt Bilder aus dem Inneren der Gebärmutter liefert.

Sind schon drei oder mehr Embryonentransfers fehlgeschlagen, kann zudem der vom IVF Baden-Baden entwickelte endometriale Rezeptivitätstest ER Map® eingesetzt werden, um festzustellen, ob das Einnistungsfenster der Patientin verschoben ist. Da dem Embryo nur wenig Zeit bleibt, um sich in der Gebärmutterschleimhaut einzunisten, spielt das Timing bei der Behandlung schließlich eine wichtige Rolle. Um den geeigneten Zeitpunkt für einen Embryonentransfer festlegen zu können, werden beim ER Map®-Verfahren die Zellen der Gebärmutterschleimhaut genetisch untersucht.

Darüber hinaus lässt sich mithilfe des immunologischen Tests ImMap® prüfen, ob das mütterliche Immunsystem eine Immuntoleranz gegenüber Embryonen bilden kann oder ob es die embryonale Entwicklung beeinträchtigt. Dabei wird eine Gewebeprobe der Gebärmutterschleimhaut entnommen und analysiert.

Blutuntersuchung zum Ausschluss von Erkrankungen

Um Erkrankungen auszuschließen, folgt eine umfassende Blutuntersuchung (Hämogramm). Dabei können unter anderem Antigen-Antikörper-Reaktionen (Serologie), Thyreoperoxidase-Antikörper (ATPO), Antithymozytenglobuline (ATG), Thyreotropin-Werte (TSH) und die Blutgerinnung (Koagulation) gemessen werden. Zudem wird eine Chromosomenanalyse (Karyogramm) zur Identifizierung von Erbkrankheiten durchgeführt.

Die Ärzte schauen sich dann alle ermittelten Daten an, um auf Basis dieser Informationen eine zuverlässige Diagnose zu stellen und einen individuellen Behandlungsplan zu erarbeiten. Auf diese Weise erfahren Patientinnen und Patienten, wie es um ihre Fruchtbarkeit bestellt ist und weshalb sich ihr Kinderwunsch bisher nicht erfüllt hat. Außerdem ermöglicht eine gründliche Analyse eine Behandlung, die gezielt auf die Anforderungen des jeweiligen Paares ausgerichtet ist und damit die Chancen auf eine Schwangerschaft erhöht.

Sie möchten mehr über die Diagnoseverfahren und die Fruchtbarkeitstests des IVF Baden-Baden erfahren? Unser Team beantwortet Ihnen gerne alle Fragen rund um die Bestimmung der Eizellreserve und der Spermienqualität. Vereinbaren Sie einfach einen unverbindlichen Beratungstermin in unserem Kinderwunschzentrum. Sie erreichen uns unter der Telefonnummer 07221-7021701 oder über unser Kontaktformular.