Diagnosemöglichkeiten

Präzise Diagnostik: Diese Diagnoseverfahren kommen im IVF Baden-Baden zum Einsatz

Vor Beginn einer Kinderwunschbehandlung müssen die behandelnden Ärzte zunächst eine präzise Diagnose stellen. Denn erst wenn feststeht, weshalb eine Schwangerschaft nicht auf natürlichem Weg erreicht werden kann, lässt sich ein individueller Behandlungsplan erarbeiten. Um die Ursachen einer ungewollten Kinderlosigkeit identifizieren zu können, setzt das IVF Baden-Baden auf hochmoderne Technik sowie auf innovative und etablierte Verfahren. Welche Diagnosemöglichkeiten zur Verfügung stehen, haben wir im Folgenden für Sie zusammengefasst.

Anamnese: Die individuelle Situation der Patienten und Patientinnen betrachten

Auf dem Weg zur Diagnose stellt die Anamnese den ersten Schritt dar. In einem ausführlichen Gespräch mit den Patientinnen und Patienten erhalten Ärzte wichtige Informationen über Vorerkrankungen und die persönliche Situation der jeweiligen Personen. Häufig erhalten sie dabei erste Hinweise auf die möglichen Ursachen einer Unfruchtbarkeit. Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse kann dann bestimmt werden, welche Diagnoseverfahren im jeweiligen Fall infrage kommen.

Ultraschall: Gebärmutter und Eierstöcke untersuchen

Zu den wichtigsten Diagnoseverfahren zählt die Sonografie. Schon bei ihrem ersten Besuch in unserem Kinderwunschzentrum empfehlen wir Patientinnen, einen Ultraschall durchführen zu lassen. Dabei können Ärzte untersuchen, ob krankhafte Veränderungen der Fortpflanzungsorgane vorliegen. Unter anderem lassen sich die Morphologie der Gebärmutter und der Eierstöcke sowie die Durchblutung der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) analysieren. Zudem können die Anzahl und der Durchmesser von Follikeln (Eibläschen) untersucht werden, um die Eizellreserve der Frau zu bestimmen.

Um eine präzise Diagnose stellen zu können, setzt das Team des IVF Baden-Baden auf modernste Ultraschalltechnik. Mit der VOCAL-Methode, der dreidimensionalen Durchflussmessung sowie dem 3D- und dem 4D-Ultraschall stehen in unserem Kinderwunschzentrum gleich mehrere Ultraschalltechnologien zur Verfügung.

Endometrialer Rezeptivitätstest: Den perfekten Transferzeitpunkt ermitteln

Schlagen Kinderwunschbehandlungen ohne offensichtlichen Grund fehl, kann gegebenenfalls ein verschobenes Einnistungsfenster als Ursache in Betracht gezogen werden. Sowohl bei einer natürlichen als auch bei einer künstlichen Befruchtung steht einem Embryo nur ein kurzes Zeitfenster zur Verfügung, um sich in der Gebärmutterschleimhaut einzunisten. Wann das Endometrium aufnahmebereit und der richtige Zeitpunkt für den Embryonentransfer gekommen ist, lässt sich in der Regel anhand des Menstruationszyklus feststellen. Bei manchen Patientinnen kommt es aber vor, dass sich das eben erwähnte Zeitfenster verschiebt. Ist dies der Fall, können sich auch qualitativ hochwertige Embryonen nicht einnisten.

Um den optimalen Zeitpunkt ermitteln zu können, haben wir den endometrialen Rezeptivitätstest ER Map® entwickelt. Dabei handelt es sich um eine genetische Untersuchung der Gebärmutterschleimhautzellen, die Aufschluss über das Entwicklungsstadium des Endometriums gibt. Auf Basis der Ergebnisse können wir ein Implantationsfenster bestimmen und dadurch die Chancen auf eine Schwangerschaft erhöhen.

Immunologischer Test: Das Immunsystem in den Fokus rücken

Wenn sich auch nach der Bestimmung des Einnistungsfensters keine Schwangerschaft einstellt, könnte das mütterliche Immunsystem als Ursache für eine ungewollte Kinderlosigkeit infrage kommen. Schließlich muss es nach einer Befruchtung eine Immuntoleranz gegenüber dem Embryo entwickeln, damit dieser nicht als Fremdkörper wahrgenommen und abgestoßen wird.

Um herauszufinden, ob das Immunsystem für eine ungewollte Kinderlosigkeit verantwortlich ist, können wir im IVF Baden-Baden den immunologischen Test ImMap® einsetzen. Bei der Durchführung dieses biophysikalischen Verfahrens wird eine Gewebeprobe der Gebärmutterschleimhaut entnommen und mithilfe der Durchflusszytometrie analysiert. Ziel ist es, Immunmarker nachzuweisen und die Zellpopulation zu zählen. Werden dabei Unregelmäßigkeiten erkannt, kann gegebenenfalls eine Immuntherapie durchgeführt werden.

KIR- und HLA-C-Genotypisierung: Analyse der genetischen Kompatibilität

Lässt sich ein Kinderwunsch trotz hervorragender Spermien- und Eizellqualität nicht erfüllen, besteht die Möglichkeit, dass eine genetische Inkompatibilität vorliegt. In diesem Fall passen die KIR-Rezeptoren in der Gebärmutter nicht mit dem HLA-C-Gen des Embryos zusammen. Die Folge: Es kommt zu einer Abwehrreaktion, die dazu führt, dass Frauen eine Fehlgeburt erleiden oder dass sich der Embryo gar nicht erst einnistet.

Ob eine derartige immunologische Unverträglichkeit vorliegt, lässt sich mithilfe eines KIR-HLA-C-Genotypisierungstests herausfinden. Damit wir diese Untersuchung durchführen können, müssen sich beide Partner Blut abnehmen lassen. Anhand der DNA von Patient und Patientin wird dann geprüft, ob die KIR-Rezeptoren und das HLA-C auf der Oberfläche des Embryos kompatibel sind. Sollte dies nicht der Fall sein, kann der Frau eine immunmodulierende Behandlung verschrieben werden.

Spermiogramm: Umfassende Untersuchung der Spermienfunktionalität

Männer mit unerfülltem Kinderwunsch sollten zunächst ein Spermiogramm durchführen lassen. Bei einer konventionellen Ejakulatanalyse werden die Spermienkonzentration in der vom Patienten abgegebenen Samenprobe sowie die Beweglichkeit und Morphologie der Spermien untersucht, um die Fertilität beurteilen zu können. Da viele weitere Faktoren die männliche Fruchtbarkeit beeinflussen, setzt das Team des IVF Baden-Baden auf ein erweitertes Spermiogramm. Hierbei handelt es sich um eine noch umfangreichere Analyse, bei der neben den bereits genannten Faktoren zusätzliche Aspekte der Spermienfunktionalität untersucht werden. Dafür werden ein DNA-Fragmentierungstest, eine Untersuchung der Zellapoptose mittels FACS-Annexin-V, ein Y-Chromosom-Mikrodeletionstest, eine Untersuchung des Ploidiegrads sowie ein Test zur Untersuchung des oxidativen Stresses durchgeführt.

Gründliche Voruntersuchungen ermöglichen eine präzise Diagnose  

Welches Verfahren zum Einsatz kommt, hängt stets von der individuellen Situation des jeweiligen Patienten oder der jeweiligen Patientin ab. Grundsätzlich sind gründliche Voruntersuchungen aber unabdingbar, da sie den behandelnden Ärzten dabei helfen, eine präzise Diagnose zu stellen und einen maßgeschneiderten Behandlungsplan zu erarbeiten.

Sie möchten mehr über die zur Verfügung stehenden Diagnosemöglichkeiten erfahren? Im Rahmen eines unverbindlichen Beratungsgespräches geben wir Ihnen gerne einen Überblick über die im IVF Baden-Baden eingesetzten Diagnoseverfahren. Vereinbaren Sie einfach einen Termin unter der Telefonnummer 07221 7021701 oder nutzen Sie unser Kontaktformular.