18 Jun Vitamin D bei Kinderwunsch: Ein Sonnenstrahl für Ihre Fruchtbarkeit
Die Bedeutung von Vitamin D für die Fruchtbarkeit wird schon seit einiger Zeit diskutiert. Zahlreiche Studien legen nahe, dass ein ausgewogener Vitamin-D-Spiegel die Chancen auf eine erfolgreiche Schwangerschaft erhöhen kann. Aber nicht nur das – auch die gesunde Entwicklung des Kindes im Mutterleib sowie die allgemeine Gesundheit der Frau werden davon positiv beeinflusst.
Was ist Vitamin D?
Vitamin D, auch bekannt als das «Sonnenvitamin», wird zu etwa 80 bis 90 Prozent durch Sonneneinstrahlung auf die Haut gebildet, sofern diese ausreichend ist. Ein geringerer Anteil wird über die Nahrung aufgenommen. Im Körper wird Vitamin D in Calcidiol (25-Hydroxyvitamin-D) umgewandelt.
Vitamin D bei Kinderwunsch & Schwangerschaft
Es wird vermutet, dass ein Vitamin-D-Mangel die Fruchtbarkeit beeinträchtigen kann. Frauen mit einem ausgeglichenen Vitamin-D-Spiegel scheinen schneller schwanger zu werden als solche mit niedrigeren Werten. Daher ist es wichtig, dass der Vitamin-D-Spiegel bei Kinderwunsch ausgeglichen ist, sei es bei natürlicher Empfängnis oder bei assistierten Reproduktionstechniken wie IVF und ICSI. Studien legen sogar nahe, dass Vitamin-D-Gaben die Schwangerschaftsrate bei IVF um das Vierfache steigern können. Der Grund dafür könnte sein, dass Vitamin D die Aufnahmefähigkeit der Gebärmutterschleimhaut positiv beeinflusst.
Aber nicht nur bei Kinderwunsch ist Vitamin D von Bedeutung. Auch während der Schwangerschaft spielt es eine entscheidende Rolle. Ein Vitamin-D-Mangel, der in Mitteleuropa und Nordeuropa weit verbreitet ist, wird mit einem erhöhten Risiko für Präeklampsie, Schwangerschaftsdiabetes und Frühgeburten in Verbindung gebracht.
- Präeklampsie: Untersuchungen zeigen, dass Frauen mit einem niedrigen Vitamin-D-Spiegel ein erhöhtes Risiko für Präeklampsie haben.
- Gestationsdiabetes: Ein Vitamin-D-Mangel erhöht auch das Risiko für Schwangerschaftsdiabetes.
- Frühgeburt: Ein Mangel an Vitamin D kann Entzündungsprozesse im Körper verstärken, was wiederum das Risiko für Frühgeburten erhöht.
- SGA-Kind („small for gestational age infants “): Das Wachstum des Kindes im Mutterleib steht ebenfalls mit Vitamin D in Verbindung. Frauen mit niedrigen Vitamin-D-Spiegeln haben ein erhöhtes Risiko, ein SGA-Kind mit niedrigem Geburtsgewicht zu bekommen.

Wie lässt sich Vitamin D aufnehmen?
Vitamin D wird größtenteils durch Sonneneinstrahlung gebildet, kann aber auch über bestimmte Lebensmittel wie fetten Fisch, Eier, rotes Fleisch und Innereien aufgenommen werden. Dennoch kann es schwierig sein, den Bedarf allein durch die Ernährung zu decken. Deshalb wird auch die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln diskutiert, um sicherzustellen, dass der Bedarf gedeckt ist.
Wie viel Vitamin D ist nötig?
Ein Calcidiolspiegel von mindestens 50 Nanomol pro Liter wird während der Schwangerschaft angestrebt. Dieser Richtwert gilt auch bei Kinderwunsch. In der Regel entspricht dies einer täglichen Zufuhr von 20 Mikrogramm Vitamin D. Bei bereits bestehendem Vitamin-D-Mangel vor oder während der Schwangerschaft können höhere Mengen empfohlen werden, jedoch sollte dies nur unter ärztlicher Aufsicht erfolgen.
Haben Sie Fragen?
Unsere Experten bei IVF Baden-Baden stehen Ihnen gerne zur Verfügung, um alle Fragen rund um das Thema Vitamin D bei Kinderwunsch zu beantworten. Vereinbaren Sie noch heute einen Termin und lassen Sie uns gemeinsam den Weg zu Ihrer ersehnten Schwangerschaft gehen. Wir freuen uns darauf, Sie zu unterstützen!