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Risikofaktoren: Diese Dinge schaden Ihrer Fruchtbarkeit

Schon in dem Moment, in dem die Entscheidung fällt, eine Familie zu gründen, steigt die Vorfreude darauf, sein eigenes Baby im Arm zu halten, oftmals ins Unermessliche. Vielen Bald-Mamas und -Papas kann es dann in der Regel nicht schnell genug gehen. Wann eine Schwangerschaft eintritt, lässt sich jedoch nicht immer planen. Wie lange es dauert, bis der Schwangerschaftstest positiv ausfällt, und ob eine Empfängnis überhaupt erfolgt, hängt schließlich von vielen verschiedenen Faktoren ab. Werden Paare nicht sofort schwanger, können beispielsweise körperliche Ursachen dahinterstecken, die von Spezialisten abgeklärt werden sollten. Manchmal ist aber auch der Lebensstil entscheidend: Im Alltag begegnen uns nämlich viele Dinge, die Einfluss auf die Fruchtbarkeit haben. Welche Risikofaktoren Männer und Frauen mit Kinderwunsch meiden sollten, haben wir im Folgenden zusammengefasst.

Ungesunde und unausgewogene Ernährung 

Eine ausgewogene Ernährung ist nicht nur wichtig für die körperliche Gesundheit, sondern auch für die Fruchtbarkeit. Wer schwanger werden möchte, sollte daher einen Blick auf seinen Speiseplan werfen. Lebensmittel, die das Herz-Kreislauf-System belasten oder das Risiko erhöhen, an Krebs oder Diabetes zu erkranken, haben in der Regel auch einen negativen Einfluss auf die Fertilität – sowohl bei Frauen als auch bei Männern. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, die Aufnahme von ungesunden Transfettsäuren, Zucker und Salz zu reduzieren und stattdessen auf gesunde Lebensmittel zu setzen, mit denen man den Nährstoffbedarf decken kann. Achten Sie beispielsweise darauf, ausreichend Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente zu sich zu nehmen.

Wir empfehlen, auf gentechnisch veränderte Lebensmittel, den Süßstoff Aspartam, unfermentiertes Soja, Konservierungsmittel und Aromen wie Glutamat zu verzichten. Auch Kaffee sollten Sie nur in Maßen zu sich nehmen. Studien haben gezeigt, dass koffeinhaltige Getränke die Produktion von Hormonen, die für den Eisprung verantwortlich sind, einschränken und die Qualität von Spermien negativ beeinflussen können.

Greifen Sie stattdessen lieber zu Obst und Gemüse, zinkhaltigen Lebensmitteln, Vollkornbrot, Haferflocken und Roggen. Auch Omega-3-Fettsäuren, die beispielsweise in Lachs und Chiasamen enthalten sind, sollten aufgenommen werden. Darüber hinaus kann der Eisenhaushalt durch den Verzehr von rotem Fleisch oder Leber erhöht werden. Hin und wieder dürfen Sie auch mal ein Stückchen dunkle Schokolade naschen. Diese enthält die Aminosäure Tryptophan, die zum Stressabbau beiträgt.

Über- und Untergewicht 

Zu den Risikofaktoren zählt unter Umständen auch das Körpergewicht. Studien haben gezeigt, dass sowohl Über- als auch Untergewicht die Chancen auf eine Schwangerschaft verringern kann. Da Fettzellen Hormone bilden, bringt zu viel oder zu wenig Fett den Hormonhaushalt durcheinander. Das kann bei Frauen dazu führen, dass der Zyklus aus der Bahn gerät und der Eisprung verhindert wird. Bei Männern führen Hormonstörungen dieser Art zu einer Beeinträchtigung der Spermienquantität und -qualität. Ob Über- oder Untergewicht vorliegt, lässt sich mithilfe des Body-Mass-Index (BMI) prüfen. Idealerweise liegt dieser zwischen 18,5 und 24,9. Auf eine zu schnelle, radikale Gewichtsreduktion oder -zunahme sollte aber auf jeden Fall verzichtet werden, da der Hormonhaushalt dadurch ebenfalls negativ beeinflusst werden kann. Besser ist es, durch regelmäßige Bewegung und eine gesunde Ernährung in angemessener Zeit ab- oder zuzunehmen.

Nikotinkonsum 

Dass Zigarettenrauch einen negativen Einfluss auf die Fruchtbarkeit hat, ist für die meisten Männer und Frauen sicher keine Überraschung. Schließlich ist die körperschädigende Wirkung des Nikotinkonsums gemeinhin bekannt. Wer einen Kinderwunsch hat, sollte unbedingt wissen, dass die in einer Zigarette enthaltenen Schadstoffe über die Blutbahn der Frau in die Eierstöcke gelangen und die Eizellreifung beeinträchtigen können. Zudem ist es möglich, dass die Durchblutung der Gebärmutter – und später auch der Plazenta – gestört wird. Das kann eine Empfängnis erschweren und im Falle einer Schwangerschaft zu Früh- oder Fehlgeburten führen.

Nikotinkonsum hat außerdem Einfluss auf die männliche Fruchtbarkeit: Ebenso wie die Ernährung und das Körpergewicht mindert das Rauchen bei Männern die Samenproduktion. Die Qualität der Spermien sinkt ebenfalls.

Hoher Alkoholkonsum 

Ähnlich negativ wie das Rauchen wirkt sich auch ein hoher Alkoholkonsum auf die Samenqualität aus. Bei Frauen kann der übermäßige Verzehr von alkoholischen Getränken zu Zyklus- und Hormonstörungen führen, die wiederum die Fruchtbarkeit einschränken. Obwohl sich geringe Mengen kaum auf die Schwangerschaftschancen auswirken, sollten Frauen, die versuchen ein Kind zu bekommen, komplett auf Alkohol verzichten. Schließlich können auch kleinste Portionen schon in den ersten Tagen nach der Empfängnis negative Auswirkungen auf den Embryo haben.

Leistungssport 

Grundsätzlich hat Bewegung eine äußerst positive Wirkung auf den Körper. Deshalb spricht auch im Falle eines Kinderwunsches nichts dagegen, regelmäßig Sport zu treiben. Im Gegenteil: Trainieren mit Spaß hält fit, gesund und glücklich. Allerdings sollte man es nicht übertreiben: Studien deuten darauf hin, dass Frauen, die jeden Tag sehr intensiv trainieren, ein erhöhtes Risiko für eine beeinträchtigte Fruchtbarkeit haben.

Hitze

Männer mit Kinderwunsch sollten ihre Geschlechtsorgane vor zu großer Hitze schützen: Diese belastet nämlich den Samen. Ist es zu warm, sinkt die Zahl der Spermien sowie ihre Beweglichkeit. Wer Vater werden möchte, sollte deshalb auf heiße Bäder, das Tragen enger Hosen, Saunabesuche oder das Verstauen von Smartphones in der Hosentasche verzichten. Auch die hohen Außentemperaturen im Sommer können Einfluss auf die Spermienqualität haben.

Umwelteinflüsse

Zu Risiken können auch ganz alltägliche Gegenstände und Orte werden. Schließlich haben bestimmte Stoffe wie Umweltgifte, Chemikalien, Schwermetalle oder Pestizide negativen Einfluss auf die Fruchtbarkeit. Studien deuten beispielsweise darauf hin, dass durch Pestizide belastetes Obst oder in Kunststoffen vorkommende Phthalate unfruchtbar machen können. Deshalb empfiehlt es sich, sich genau zu informieren, welche Stoffe in welchen Gegenständen oder Lebensmitteln enthalten sind.

Stress

Oft unterschätzt wird der Einfluss von Stress auf den Körper. Dabei können Belastungen verschiedenster Art zu psychischen und körperlichen Problemen führen. Auch die Fruchtbarkeit kann betroffen sein. Stress hat nämlich oft zur Folge, dass bei Frauen der Zyklus aus dem Gleichgewicht gerät und bei Männern die Spermienqualität beeinträchtigt wird.

Viele Paare, die ein Kind bekommen möchten, setzen sich selbst oft unter enormen Druck, der wiederum Stress verursacht. Deshalb sollten Männer und Frauen mit Kinderwunsch versuchen, möglichst gelassen zu bleiben – auch wenn die Schwangerschaft auf sich warten lässt. Es kann zum Beispiel helfen, Abwechslung in den Alltag zu bringen, sich Entspannungszeiten einzuräumen oder mit anderen über den Kinderwunsch zu sprechen. Wichtig ist, den Druck so weit wie möglich zu reduzieren.

Alter

Unser Alter können wir zwar nicht beeinflussen, fehlen darf dieser Aspekt in der Liste der Risikofaktoren aber dennoch nicht. Die Wahrscheinlichkeit, auf natürliche Weise schwanger zu werden, wird mit zunehmendem Alter immer kleiner, da die Qualität und die Quantität von Eizellen stetig abnehmen. Ab dem 35. Lebensjahr beschleunigt sich dieser Prozess deutlich. Bei Männern sinkt die Spermienqualität etwa ab dem 40. Lebensjahr. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, die Familiengründung so früh wie möglich zu planen. Gegebenenfalls kann das Einfrieren von Eizellen und Spermien infrage kommen, falls der Kinderwunsch aufgeschoben werden soll.

 

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