Fruchtbarkeitsmythen

Fünf bekannte Fruchtbarkeitsmythen im IVF-Check

Bei der Recherche zum Thema Fruchtbarkeit stößt man auf zahlreiche Halb- und Unwahrheiten. Vor allem im Internet kursieren mitunter skurrile Theorien rund ums Schwangerwerden. Um mit einigen Fehlinformationen aufzuräumen, möchten wir im Folgenden fünf weitverbreitete Fruchtbarkeitsmythen unter die Lupe nehmen.

Mythos 1: Schwanger werden ist einfach.

Wenn Paare im Freundes- und Bekanntenkreis ihre Familienplanung scheinbar problemlos realisieren, könnte man glauben, schwanger werden sei leicht. Bleibt der eigene Kinderwunsch dann über einen längeren Zeitraum unerfüllt, stellt sich häufig Frustration ein. Dabei handelt es sich hierbei um einen komplexen Prozess, bei dem viele verschiedene – und zum Teil unbekannte – Faktoren eine Rolle spielen. Betroffene Paare müssen sich daher nicht unter Druck setzen, wenn die ersehnte Schwangerschaft auf sich warten lässt. Daher handelt es sich hierbei um eines der bekanntesten Fruchtbarkeitsmythen.

Selbst bei Paaren ohne Fruchtbarkeitsproblem beträgt die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden, etwa 20 Prozent pro Zyklus. Da die Fertilität mit steigendem Alter abnimmt, sinken die Chancen, ein eigenes Kind zu bekommen im Laufe der Zeit. Im Alter von 37 Jahren liegt die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden, beispielsweise bei bis zu 10 Prozent pro Zyklus; nach dem 40. Lebensjahr sinkt dieser Wert auf 1 Prozent.

Die Fertilitätsexperten des Kinderwunschzentrums IVF Baden-Baden raten dazu, einen Spezialisten für assistierte Reproduktion aufzusuchen, wenn Sie seit mehr als einem Jahr erfolglos versuchen, schwanger zu werden. Frauen über 35 sollten sich nach sechs Monaten an einen Fertilitätsexperten wenden.

Mythos 2: Bestimmte Sexualpositionen erhöhen die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden.

Im Internet wird ausgiebig über bestimmte Sexualpositionen diskutiert, die eine Schwangerschaft angeblich begünstigen sollen. Unter anderem wird dazu geraten, die Position der Beine zu erhöhen und die Schwerkraft für sich arbeiten zu lassen. Um die allgemeine Fitness und Beweglichkeit zu stärken, ist dies sicher ein guter Ansatz, doch leider gibt es keine wissenschaftliche Grundlage, die eine Begünstigung oder Förderung einer Schwangerschaft durch diese Maßnahme beweisen würde.

Der Fortpflanzungsprozess beginnt von alleine, wenn Sperma die Vagina erreicht; die Schwerkraft hat damit nichts zu tun. Spermien sind von Natur aus in der Lage, die Existenz einer Eizelle zu erkennen und diese zu befruchten.

Mythos 3: Hormonelle Verhütungsmittel beeinflussen die Fruchtbarkeit.

Entgegen anderslautender Gerüchte hat die langfristige Einnahme von hormonellen Verhütungsmitteln keinen nennenswerten Einfluss auf die Fruchtbarkeit.

In einigen Fällen kann nach dem Absetzen der Antibabypille allerdings eine Amenorrhö (Ausbleiben der Periode) auftreten. Diese löst sich aber in der Regel in nachfolgenden Zyklen spontan auf.

Mythos 4: Unfruchtbarkeit ist ein Frauenproblem.

Die weitverbreitete Annahme, Unfruchtbarkeit sei ausschließlich auf die Frau zurückzuführen, ist schlichtweg falsch: Studien zufolge liegt das Problem einer Unfruchtbarkeit zu gleichen Teilen beim Mann und bei der Frau.

Wahr ist, dass die Eizellreserve der Frau nach dem 35. Lebensjahr dramatisch sinkt, während der Mann in der Regel einen größeren zeitlichen Spielraum für die Fortpflanzung hat. Es gibt jedoch keine Daten über den genauen Zeitpunkt der Abnahme seiner Fortpflanzungsfähigkeit.

Mythos 5: Wenn Sie bereits Kinder bekommen haben, können keine Fruchtbarkeitsprobleme vorliegen.

Dass Frauen bereits ein Kind zur Welt gebracht haben, heißt nicht zwangsläufig, dass sie ein zweites Mal schwanger werden können: Tatsächlich kann es in einigen Fällen zu einer sekundären Unfruchtbarkeit kommen.

Eine Rolle spielen dabei häufig die Gründe, die auch für die primäre Unfruchtbarkeit verantwortlich sind. Dazu zählen beispielsweise hormonelle oder genetisch bedingte Ursachen, das Alter oder abnehmende Spermienqualität. Doch auch Probleme wie Diabetes oder Beckenverwachsungen, die infolge der ersten Schwangerschaft auftreten können, führen unter Umständen zu einer sekundären Unfruchtbarkeit. Zudem können sexuell übertragbare Krankheiten schuld an einer ausbleibenden Schwangerschaft sein.

IVF Baden-Baden liefert Antworten

Die vorgenannten Fruchtbarkeitsmythen zeigen, dass diese bei der Lösung von Fruchtbarkeitsproblemen keine guten Ratgeber sind. Stattdessen sollte man sich bei der Suche nach Informationen lieber auf wissenschaftlich fundierte Fakten verlassen. Das Team des IVF Baden-Baden steht Ihnen bei allen Fragen rund um die Fertilität gerne Rede und Antwort und liefert verlässliche Antworten. Zudem können unsere Spezialisten den Ursachen einer ungewollten Kinderlosigkeit mithilfe innovativer Diagnoseverfahren auf den Grund gehen und geeignete Behandlungsmethoden vorstellen.

Sie möchten mehr erfahren? Das Team des IVF Baden-Baden beantwortet Ihnen gerne alle Fragen rund um die Fruchtbarkeit. Vereinbaren Sie einfach einen unverbindlichen Beratungstermin. Sie erreichen unser Servicecenter unter der Telefonnummer 07221-7021701.