Erfolgschancen einer Kinderwunschbehandlung

Förderliche Verhaltensweisen: So steigern Sie die Erfolgschancen einer Kinderwunschbehandlung

Mit dem Beginn einer Kinderwunschbehandlung startet für Patientinnen und Patienten eine sehr aufregende Zeit, die von vielen Menschen als emotionale Achterbahnfahrt wahrgenommen wird. Oftmals wechseln sich ständiges Hoffen und überschwängliche Vorfreude mit der Angst vor Rückschlägen und Enttäuschungen ab. Schließlich führt nicht jede künstliche Befruchtung zum Erfolg. Ob eine Schwangerschaft erreicht wird, ist nämlich von vielen verschiedenen Faktoren abhängig. In dieser Situation möchte man natürlich nichts falsch machen. Deshalb fragen sich zahlreiche Patientinnen und Patienten, ob sich der Verlauf und die Erfolgschancen einer Kinderwunschbehandlung und einer Schwangerschaft durch bestimmte Verhaltensweisen positiv oder negativ beeinflussen lässt. Was Sie tun können, um die Erfolgschancen zu erhöhen und was Sie während der Kinderwunschbehandlung lieber unterlassen sollten, erfahren Sie in den folgenden Ausführungen.

Das alltägliche Leben möglichst normal weiterführen

Eine künstliche Befruchtung wirkt sich meist spürbar auf das Leben der Patientinnen und Patienten aus. Unter anderem stehen Beratungsgespräche, regelmäßige Arzttermine und reproduktionsmedizinische Behandlungen auf dem Plan, die unter Umständen sehr viel Zeit in Anspruch nehmen können. Hinzu kommt, dass viele Frauen Medikamente zur Hormonstimulation einnehmen müssen. Nicht selten führen die neuen Verpflichtungen zu einem erhöhten Stresslevel und einer psychischen Belastung. Um den Druck nicht zusätzlich zu steigern, raten die Ärztinnen und Ärzte des IVF Baden-Baden dazu, das Leben trotzdem möglichst normal weiterzuführen.

Alle Aktivitäten ruhen zu lassen oder die Zeit der Kinderwunschbehandlung sogar im Bett zu verbringen, ist grundsätzlich nicht notwendig. Große körperliche Belastungen wie das Heben schwerer Gegenstände sollten zwar vermieden werden, gegen leichte sportliche Aktivitäten ist im frühen Stadium nach der Befruchtung allerdings nichts einzuwenden. Bewegung kann sogar Vorteile bringen: Mäßige sportliche Aktivität regt nämlich den Stoffwechsel an und trägt zu einem verbesserten Gesundheitszustand bei. Darüber hinaus werden dabei die Insulinausschüttung und der Hormonspiegel reguliert, wodurch die Fruchtbarkeit positiv beeinflusst wird. Auf Geschlechtsverkehr müssen Paare ebenfalls nicht verzichten. Schließlich gilt: Alle Aktivitäten, die das Wohlbefinden steigern, wirken sich in der Regel positiv auf die allgemeine physische und psychische Konstitution aus. Letztere zu verbessern, ist für den Erfolg der Kinderwunschbehandlung förderlich. Beim Stressabbau können außerdem Akupunktur- oder Reiki-Behandlungen helfen.

Empfehlenswert ist es, mit den behandelnden Ärztinnen und Ärzten über die persönliche medizinische Vorgeschichte zu sprechen, damit bestimmte Erkrankungen bei der Erstellung des Behandlungsplanes Berücksichtigung finden können. Zudem sollte abgeklärt werden, ob die Einnahme von bestimmten Medikamenten mit den geplanten Therapieschritten kompatibel ist. Dies gilt beispielsweise für Kopfschmerzpräparate oder Schlafmittel.

Auf ungesunde Angewohnheiten verzichten

Dringend zu empfehlen ist der Verzicht auf Nikotin. Schließlich kommen zahlreiche Studien zu dem Ergebnis, dass regelmäßiges Rauchen zu einer Verminderung der Fertilität führt – und zwar bei Männern und bei Frauen. Daher sollten Patientinnen und Patienten, die sich einer künstlichen Befruchtung unterziehen und die Erfolgschancen einer Kinderwunschbehandlung erhöhen möchten, frühzeitig mit dem Rauchen aufhören. Auch nach der Kinderwunschbehandlung und während der möglichen Schwangerschaft ist dringend vom Nikotinkonsum abzuraten. Diese ungesunde Angewohnheit kann die Erfolgschancen der reproduktionsmedizinischen Behandlung senken, da der Reifungsprozess der Eizellen negativ beeinflusst wird. Dadurch steigt letztlich das Risiko, dass chromosomale Anomalien entstehen.

Von Alkoholkonsum ist ebenfalls abzuraten. Kaffee darf in kleinen Mengen konsumiert werden. Allerdings sollten Patientinnen nicht mehr als ein bis zwei Tassen des Heißgetränks pro Tag trinken. Auch auf andere Getränke mit einem hohen Koffeingehalt sollte verzichtet werden.

Die Ernährung in den Fokus rücken

Ein Blick auf die Ernährung lohnt sich ebenfalls. Schließlich muss der Körper stets mit ausreichend Vitaminen und Mineralien versorgt werden, damit Prozesse wie die Eizellreifung oder die Spermienproduktion reibungslos ablaufen können. Die Ärztinnen und Ärzte des IVF Baden-Baden empfehlen eine vitamin- und ballaststoffreiche Ernährung sowie einen gemäßigten Konsum von Milch- und Weizenprodukten.

Den Tag des Embryotransfers stressfrei gestalten

Bei Patientinnen und Patienten, die sich für eine In-vitro-Fertilisation entscheiden, sorgt in der Regel der Tag des Embryotransfers für die meiste Verunsicherung. Kein Wunder, immerhin ist dieser Schritt entscheidend für den Erfolg der Kinderwunschbehandlung.

Auch wenn es unvorstellbar ist, nicht an den Termin zu denken, sollten Sie versuchen, an jenem Tag möglichst entspannt zu bleiben. Nach dem Aufstehen können Sie zunächst ganz normal frühstücken. Das IVF-Team empfiehlt, frühzeitig aufzubrechen, um auf dem Weg zum Kinderwunschzentrum jeglichen Stress zu vermeiden. Bringen Sie ruhig ein Buch mit, um sich im Fall von Wartezeiten ablenken zu können. Tragen Sie bequeme Kleidung, damit Sie sich wohlfühlen und sich stressfrei umziehen können.

Wichtig ist, auf Schminke und Parfüm zu verzichten, um sicherzustellen, dass der OP-Saal, in dem der Embryotransfer stattfindet, steril bleibt.

Das Ärzteteam empfiehlt außerdem, Ihre Blase kurz vor dem Eingriff nicht mehr zu leeren. Während des Transfers wird nämlich auch eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt, bei der die Blase gefüllt sein muss. Deshalb bieten wir Ihnen vorher zwei Gläser Wasser an.

Im Anschluss an den Eingriff erhalten Sie Rezepte für Medikamente, die Sie bis zur 12. Schwangerschaftswoche einnehmen müssen, sowie ausführliche Einnahmeanweisungen.

Ablenkung nach dem Transfer

Nach dem Transfer beginnt eine emotionsgeladene Wartezeit. Schließlich lässt sich erst rund zehn Tage später zweifelsfrei feststellen, ob der Eingriff erfolgreich war und die Patientin schwanger ist. Auch in dieser Situation sollten Sie versuchen, Stress zu vermeiden und sich abzulenken.

Falls in dieser Zeit Unterstützung benötigt wird oder Fragen aufkommen, können Patientinnen und Patienten des IVF Baden-Baden jederzeit ihre persönlichen Assistentinnen oder Assistenten kontaktieren. Sollten Sie etwas Beunruhigendes beobachten, haben Sie zudem die Möglichkeit, unsere Notfallnummer anzurufen.

Einen gesunden Lebensstil pflegen

Letztlich sind die meisten unserer Empfehlungen leicht einzuhalten, sodass die gewohnte Alltagsroutine so weit wie möglich eingehalten werden kann. Grundsätzlich sollten sowohl Frauen, die sich einer Hormonbehandlung unterziehen, als auch ihre Partner versuchen, einen gesunden Lebensstil zu pflegen. Versuchen Sie außerdem die Ruhe zu bewahren und sich nicht zu sehr unter Druck zu setzen, um Ihr Wohlbefinden nicht zu gefährden. So können Sie maßgeblich zum Erfolg der Behandlung beitragen. Und falls Sie vor, während oder nach Ihrer Kinderwunschbehandlung Hilfe benötigen oder Fragen haben, steht Ihnen das IVF-Team jederzeit zur Seite.

Sie möchten mehr Infos zu den Erfolgschancen einer Kinderwunschbehandlung erfahren? Im Rahmen eines unverbindlichen Beratungsgespräches beantworten wir gerne Ihre Fragen und versorgen Sie mit allen wichtigen Informationen. Vereinbaren Sie einen Termin unter der Telefonnummer 07221 7021701 oder über unser Kontaktformular.